BSE-Diagnose   

Nach oben BSE+Hirnbein BSE-Diagnose

                                                            Audiovisionelles Diagnosegerät für BSE und CJK erfunden!

 

                                                                     Die BSE-Testkamera der Bayerischen Staatsregierung
Was viele von uns nicht wissen: zu Beginn der BSE-Krise hat sich der Tüftlerausschuss der Bayerischen Regierung auf dem Münchener Oktoberfest eine BSE-Testkamera für die bayerischen Rindviecher ausgedacht. Ein Modell sehen Sie rechts im Bild. In aller Stille wurden mit diesem Gerät in einer Geheimaktion besagte Ausschussmitglieder, sämtliche Kabinettsmitglieder der Bayerischen Landesregierung und schließlich der gesamte Rindviehbestand in Bayern auf BSE getestet. Ergebnis: 100% O.B.


                                                                                Die Begegnung mit Alois Hirnbichler
Ohne Befund? Aber warum denn diese BSE-Fälle? Die Wahrheit kam unlängst in Schlachters bei Lindau ans Tageslicht. Als der Autor in den ersten Frühlingstagen des Jahres 1999 zufällig an die trüben Scheiben des Kellerlabors eines aufgegebenen landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs klopfte, tauchte der Laborleiter Alois Hirnbichler aus dem Kellergewölbe auf. Unter Fachleuten kam man schnell ins Gespräch. Seit Jahrzehnten habe man sich hier mit der Erforschung von Rindviechern und Schweinen beschäftigt. Wörtlich: "Da macht uns keiner was vor". "Ich weiß," entgegnete ich, "davon hat uns Werner Wüst auf unserer routinemäßigen Besprechung im Unilever-Haus in Hamburg erzählt, auch dass damals Ihr Buchhalter die Schweine degressiv abgeschrieben hat." Hirnbichler: "Ja, das stimmt." Von der Schließung des Betriebs habe er allerdings nichts mitbekommen. 

Und was ist mit der BSE-Testkamera des Landwirtschaftsministeriums? Da stimmt doch was nicht!  Hirnbichler strich seinen knielangen Gesichtsbart, zog an seiner röchelnden Meerschaumpfeife und nickte bestätigend: "Wissen Sie, die Herren vom Maximilianeum haben in ihrer Bierseligkeit statt des Palpier- den Nebulösspektralfilter in die Kamera eingebaut. Der Nebulösspektralfilter ist  zwar für die frühzeitige Erkennung des Borkenkäferbefalls bei der Spezies der Ratten und der Mäuse, der Fliegen, Frösche, Wanzen, Läuse geeignet, aber nicht für die Diagnose spongiformer Enzephalopathien und cerebraler Verwerfungen bei Rindviechern und Menschen." Kurz, knapp, kompetent. Das also war des Pudels Kern für das 100% O.B. Ergebnis! "Kommen Sie, ich zeig Ihnen mal was." 
 

                                                                                 Das BH-CUP Diagnosegerät in Aktion
Wir stiegen die 67 Stufen zum Labor hinab. Beim Flackern einer Rindertalgkerze auf dem Tisch - mit der Schließung wurde auch der Strom abgeschaltet - die bekannte Kamera des bayerischen Landwirtschaftsministeriums. Daneben ein Gerät, das aussah wie eine Kreuzung zwischen Heuschrecke und  E.T.  "Unser Prototyp BH-CUP (Bovin Humanes - Cerebral Ulkus Palpierspektrometer). Für die Früherkennung von BSE und CJK (Creutzfeldt-Jakob-Krankheit). Arbeitet absolut zuverlässig und spuckt  die Daten auf einem Digital-Filmstreifen aus: BSE- bzw. CJK-frei oder -positiv, wo und wann geboren, was gefressen  wann infiziert, Ausbruch der Krankheit in wie viel Jahren, Monaten, Tagen, Stunden - alles punktgenau." 

"Machen wir die Probe aufs Exempel." Er klemmte sich beide Geräte unter den Arm, und wir stiegen wieder die 67 Stufen hinauf - nein, bei genauerem Hintreten waren es doch nur 66. Draußen eine Kuhherde, die friedlich auf einer mit leuchtend gelbem Löwenzahn übersäten Wiese graste. Über uns sang die Lerche, zu unseren Füßen zirpten die Grillen, und aus der Ferne ließ sich ein Alphorn vernehmen.

"Passen Sie gut auf!" sagte Hirnbichler. Er richtete die Kamera des bayerischen Landwirtschaftsministeriums auf die Stirn der Kuh links im Bild und drückte ab. Machen Sie es ihm nach, und klicken Sie auf die Stirn der linken Kuh! Also noch mal Glück gehabt! "Freuen Sie sich nicht zu früh", sagte Hirnbichler. Er sollte Recht behalten. 

Die Kuh war inzwischen um uns herum gegangen und lugte uns jetzt misstrauisch von der rechten Seite an. Hirnbichler nahm sein BH-CUP-Gerät, zielte auf die Stirn und drückte ab. Machen Sie es genauso, klicken Sie auf die Stirn der rechten Kuh! "Sehen Sie, da haben wir den Salat", rief er aus.

Als Hirnbichler das Gerät auf mich richtete - versehentlich oder mit Absicht? - sprang ich zur Seite und landete mit der Nase im Gras .Als ich mich wieder aufgerappelt hatte, hielt es mich nicht länger: "Herr Hirnbichler! Das war eine sehr überzeugende Vorstellung. Where do we go from here?" Er winkte mich zu sich heran und raunte mir durch seinen Bart etwas ins Ohr. Mit dem ersten Vorschlag war ich absolut nicht, mit dem zweiten sehr einverstanden. Neugierig, was mir der Rauschebart zugeflüstert hat? Dann raten Sie mal! Schreiben Sie mir Ihre Antwort ins Gästebuch. Für die besten Sprüche bekommen Sie von mir ein persönliches Geschenk im Wert von € 5,11. 
 

                                                                                           Sponsoren für BH-CUP gesucht
Wir stiegen wieder die steilen Stufen ins Labor hinab. Es wurde eine lange Nacht. Bei Weihenstephaner Kristallweissbier, Enzian und MKS-frei geklonten Anabolika-Schweinshaxen aus heimisch ökologischer Aufzucht diskutierten wir bis in die frühen Morgenstunden über Patentanmeldung, Marketingkonzept und Verkaufsstrategie dieses unikatären Geräts. 

Hinweis in eigener Sache: Der Autor ist - wie das Wort schon sagt - allein autorisiert, Sponsoren und Geldgeber für den Prototyp BH-CUP aufzutun. Sie  mögen sich bei ihm via E-Mail oder Eintrag ins Gästebuch melden. Foto von Frau und Freundin sowie Nummernkonto in Luxemburg, in der Schweiz oder Liechtenstein angenehm.